Die Fangotherapie: was man wissen soll.
Der Heilschlamm von Abano und Montegrotto ist eine wunderbare Mischung aus festen (Tonerde), flüssigen (Salz-Brom-Jod-Wasser) und biologischen (Mikroorganismen und Biomaterial) Bestandteilen. Der Reifprozess erfolgt in speziellen Becken während eines Zeitraums von 50 bis 60 Tagen. Während dieser Zeit bleibt der Schlamm ständig in Kontakt mit dem Thermalwasser, das bei einer kostanten Temperatur von 60 Grad stetig über ihn fliesst. Die Temperatur und die chemischen Bestandteile des euganeischen Thermalwassers beeinflussen die Entwicklung des besonderen Mikrobenbestandes; so verändert sich die chemische und chemisch-physische Struktur des Schlammes, der so all die therapeutischen Eigenschaften erwirbt, die ihn so einziartig machen. Die Fangotherapie erfolgt in vier grundsätzlichen Schritten: die Anwendung des Heilschlamms, das Bad im Thermalwasser, die Schwitzreaktion und die kräftigende Massage.
Die Anwendug des Heilschlamms erfordert generell eine intakte Funktion des Herzkreislaufs und der Nieren. Sollte dies nicht der Fall sein, sind terilweise Anwendungen vorgesehen, die den Körper einem geringeren Einfluss aussetzen. Die Fangotherapie darf nicht bei Personen angewendet werden, die unter folgenden Krankheiten leiden: Kompensationsstörung des Herzens, ischämische Kardiopathie, schwere periphäre und zerebrale Vaskulopathie, Nierenleiden mit Niereninsuffizienz. Weitere Gegenanzeigen betreffen: TBC, die akute Phase einer Entzündungskrankheit, Epilepsie, Schilddrüsenüberfunktion und bösartige Tumore. Es sollte ebenfalls keine Anwendung des Fangos erfolgen bei: Krampfadern in den unteren Gliedmassen, besonders wenn sie durch eine Venenentzündung oder ein Geschwür verschlimmert sind, während der Schwangerschaft und in den ersten Tagen des Menstruationsflusses. Keine Nebenwirkungen gibt es bei der Fangoanwendung beim Vorhandensein von künstlichen Gelenken aus Metall und Platten oder Schrauben in den Knochen.

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