Die Schönheit, die erzieht. Musik, Zuhören und Wiedergeburt an Orten des Leidens
Am Freitag, den 5. Juni 2026, wurde in den ehemaligen Stallungen des Palazzo Moroni der Stadt Padua die vierte Ausgabe der Ausstellung „Die Zeichen der Seele“ eröffnet, die bis Sonntag, den 14. Juni, für das Publikum zugänglich sein wird.
Die Ausstellung widmet sich den Anregungen des Klangs, die durch Farben, Lichter und Schatten erzählt werden, welche zur Metapher unseres Daseins werden: ein Ort der Wiedergeburt, an dem wir manchmal verloren gehen, um uns dann wiederzufinden.
Die Initiative, die vom Kulturamt der Stadt Padua in Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde der Strafvollzugsverwaltung des Triveneto und dem Club der UNESCO gefördert wird, erhält Unterstützung vom Rotary Club Verona, dem Inner Wheel Club von Padua, Verona sowie Abano Terme-Montegrotto Terme, versammelt die Werke der Insassen, die an dem Projekt „Die Klänge der Schönheit“ beteiligt sind, einem Labor, das vom M° Nicola Guerini ins Leben gerufen wurde und den wahrnehmenden Prozess durch das Hören von Musik wertschätzt.
Die Ausstellung, die der Welt des Klangs und seinen chromatischen Wahrnehmungen gewidmet ist, präsentiert über 90 Arbeiten, die im Rahmen des Labors „Die Klänge der Schönheit“ entstanden sind, erstellt in Mischtechnik und gesammelt in den Justizvollzugsanstalten von Vicenza, Trento, Verona und Triest. Während des Labors haben Insassen Zeichnungen geschaffen, die aus dem immersiven Hören berühmter symphonischer Seiten stammen: ein großes Mosaik, das aus den ewigen Noten von Ravel, Puccini, Grieg, Morricone und vielen anderen hervorgegangen ist, deren Teile emotionale Karten eines individuellen und authentischen „Fühlens“ darstellen.
Nicola Guerini, Dirigent und aktiver Vermittler, fördert seit Jahren das Hören von Musik als immersive Erfahrung in den Justizvollzugsanstalten, wobei er bei den Insassen nicht nur die emotionale und instinktive Dimension anregt, sondern auch einen introspektiven Weg auf Grundlage des Verständnisses und der Verinnerlichung des im Gefängnis erlebten Resozialisierungsprozesses.”
„Die Klänge der Schönheit“ geht über die Dimension eines einfachen Labors hinaus: es ist der konkrete Beweis dafür, wie Kunst selbst in den schwierigsten Kontexten zutage treten kann, indem sie in der Musik ein Ausdrucks- und Erlösungsinstrument findet – erklärt Tindara Inferrera –. Diese Zeichnungen geben einer oft unsichtbaren Innerlichkeit und Sensibilität eine Stimme.
Öffnungszeiten Freitag, 5. Juni: von 10.00 bis 13.00 Uhr Von Samstag, 6. Juni bis Sonntag, 14. Juni: von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 16.30 bis 19.30 Uhr Geschlossen am Montag, 8. Juni
Freier Eintritt.